Diese Zahl zeigt das rechnerisch vermiedene fossile CO₂ von der Inbetriebnahme der Anlage bis heute. Grundlage ist die produzierte Energiemenge aus Biogas und der Vergleich mit der CO₂-Menge, die bei der Nutzung fossilen Erdgases angefallen wäre. Der Energieeinsatz für Anbau und Ernte (Diesel) wurde berücksichtigt und von der Einsparung abgezogen.
Bei der Verbrennung von Biogas entsteht zwar ebenfalls CO₂, dabei handelt es sich jedoch um biogenes CO₂. Dieses wurde zuvor von den Pflanzen während ihres Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen und im natürlichen Kohlenstoffkreislauf wieder freigesetzt. Die dargestellte Zahl bezieht sich daher auf vermiedene fossile Emissionen.
Was diese Zahl bedeutet
Rund 10.400 Tonnen fossiles CO₂ vermeidet die Anlage jedes Jahr. Seit der Inbetriebnahme ist so viel zusammengekommen, wie in einem Jahr verursacht wird von:
Vergleichswerte gerundet: Pkw ≈ 1,9 t CO₂ pro Jahr, Erdgasheizung eines Einfamilienhauses ≈ 4 t pro Jahr, Pro-Kopf-Fußabdruck in Deutschland ≈ 10 t CO₂-Äquivalente pro Jahr (Umweltbundesamt).
Biomethan direkt vom Produzenten
EEG-konformes Biomethan aus eigener Erzeugung für Stadtwerke, Versorger und Industrie. Für den Lieferzeitraum 2026 sind noch Mengen verfügbar.
Angebot ansehenVom Acker zum Biogas
Maissilage und Mist aus der Region vergären in den Fermentern zu Rohbiogas. Was übrig bleibt, geht als Dünger zurück aufs Feld.
Schritte 1 und 2 ansehenVom Biogas ins Netz und in die Region
Die Druckwasserwäsche macht aus Rohbiogas Biomethan in Erdgasqualität. Drei Blockheizkraftwerke liefern dazu Strom und Wärme für Wasenberg.
Schritte 3 bis 5 ansehenSo funktioniert die Anlage
Fünf Schritte vom Feld bis zum Gasnetz – und ein Kreislauf, der die Nährstoffe zurück auf den Acker bringt.
Grafik seitlich verschiebbar
- Mais und Mist vom Hof
Die Pflanzen binden beim Wachsen CO₂ aus der Luft. 34 Landwirte aus der Region liefern rund 21.000 t Maissilage und etwa 24.000 t Hühner-, Puten- und Bullenmist im Jahr, dazu 16.000 t Gülle.
- Fermenter
In zwei Fermentern und einem Nachgärer zersetzen Bakterien das Substrat ohne Sauerstoff. Es entsteht Rohbiogas mit etwa 53 % Methan. Der Gärrest geht als Dünger zurück aufs Feld.
- Druckwasserwäsche
Unter Druck löst sich CO₂ in Wasser, Methan bleibt im Gas. Heraus kommen 350 Nm³ Biomethan pro Stunde mit 98–99 % Methan – Erdgasqualität.
- Einspeisung
Das Biomethan wird gemessen, verdichtet und ins Erdgasnetz eingespeist: rund 32 Millionen kWh im Jahr, nutzbar überall in Deutschland.
- Blockheizkraftwerke
Drei BHKW mit zusammen gut 1,5 MW erzeugen Strom, wenn er gebraucht wird. Die Wärme versorgt über das Nahwärmenetz Wasenberg; ein 150-m³-Speicher überbrückt Stillstandszeiten.
