Vermiedenes fossiles CO₂ seit Inbetriebnahme
kg
Die Zahl läuft live – rund 0,33 kg pro Sekunde, Tag und Nacht.

Diese Zahl zeigt das rechnerisch vermiedene fossile CO₂ von der Inbetriebnahme der Anlage bis heute. Grundlage ist die produzierte Energiemenge aus Biogas und der Vergleich mit der CO₂-Menge, die bei der Nutzung fossilen Erdgases angefallen wäre. Der Energieeinsatz für Anbau und Ernte (Diesel) wurde berücksichtigt und von der Einsparung abgezogen.

Bei der Verbrennung von Biogas entsteht zwar ebenfalls CO₂, dabei handelt es sich jedoch um biogenes CO₂. Dieses wurde zuvor von den Pflanzen während ihres Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen und im natürlichen Kohlenstoffkreislauf wieder freigesetzt. Die dargestellte Zahl bezieht sich daher auf vermiedene fossile Emissionen.

Was diese Zahl bedeutet

Rund 10.400 Tonnen fossiles CO₂ vermeidet die Anlage jedes Jahr. Seit der Inbetriebnahme ist so viel zusammengekommen, wie in einem Jahr verursacht wird von:

—
Autos
—
Einfamilienhäusern mit Erdgasheizung
—
Menschen in Deutschland, gesamter CO₂-Fußabdruck

Vergleichswerte gerundet: Pkw ≈ 1,9 t CO₂ pro Jahr, Erdgasheizung eines Einfamilienhauses ≈ 4 t pro Jahr, Pro-Kopf-Fußabdruck in Deutschland ≈ 10 t CO₂-Äquivalente pro Jahr (Umweltbundesamt).

So funktioniert die Anlage

Fünf Schritte vom Feld bis zum Gasnetz – und ein Kreislauf, der die Nährstoffe zurück auf den Acker bringt.

CO₂ aus der Luft Pflanzen binden CO₂ Mais und Mist vom Hof Fermenter · Rohbiogas CO₂ Druckwasserwäsche Erdgasnetz Einspeisung Strom + Wärme Blockheizkraftwerke Gärrest als Dünger zurück aufs Feld

Grafik seitlich verschiebbar

  1. Mais und Mist vom Hof

    Die Pflanzen binden beim Wachsen CO₂ aus der Luft. 34 Landwirte aus der Region liefern rund 21.000 t Maissilage und etwa 24.000 t Hühner-, Puten- und Bullenmist im Jahr, dazu 16.000 t Gülle.

  2. Fermenter

    In zwei Fermentern und einem Nachgärer zersetzen Bakterien das Substrat ohne Sauerstoff. Es entsteht Rohbiogas mit etwa 53 % Methan. Der Gärrest geht als Dünger zurück aufs Feld.

  3. Druckwasserwäsche

    Unter Druck löst sich CO₂ in Wasser, Methan bleibt im Gas. Heraus kommen 350 Nm³ Biomethan pro Stunde mit 98–99 % Methan – Erdgasqualität.

  4. Einspeisung

    Das Biomethan wird gemessen, verdichtet und ins Erdgasnetz eingespeist: rund 32 Millionen kWh im Jahr, nutzbar überall in Deutschland.

  5. Blockheizkraftwerke

    Drei BHKW mit zusammen gut 1,5 MW erzeugen Strom, wenn er gebraucht wird. Die Wärme versorgt über das Nahwärmenetz Wasenberg; ein 150-m³-Speicher überbrückt Stillstandszeiten.

Nach oben scrollen